Ein WordPress-Theme ist die Designvorlage für deine Website. Es bestimmt also das Aussehen deiner WordPress-Website. Ich erkläre dir das gerne nochmal anschaulicher am Beispiel eines Hauses: Wenn du WordPress installiert hast, dann sieht dein Haus noch relativ „einfach“ aus, man sieht noch die Mauersteine und die Fugen. Nun kommt es drauf an, wie du diese Fassade verkleidest. Manche verwenden die klassische Putzfassade und andere setzen auf eine Holzverkleidung. Wieder andere bevorzugen eine aufwendige Natursteinfassade. Das kommt ganz auf dich, den Hausbesitzer, an.

Und so ist es auch bei deiner Website – je nachdem wie dein Branding ist und wie du nach außen auftreten willst, so wählst du auch dein WordPress-Theme aus.

In WordPress wird der Inhalt deiner Website, also die Seiten, Beiträge usw. vom Design getrennt. Das ist ganz praktisch, denn so kannst du relativ einfach zu einem anderen Theme wechseln und deine Website sieht schnell ganz anders aus. Das WordPress-Theme beeinflusst also das Layout und den Stil deiner Website.

Standard-Themes in WordPress

Wenn du WordPress installiert hast, werden standardmäßig gleich drei Themes mitgeliefert: twentysixteen, twentyseventeen und twentynineteen, die auch direkt von wordpress.org entwickelt wurden (das ist da, wo auch dein WordPress selber herkommt). Diese Themes sind kostenlos und du kannst sie gut für den Anfang und zum Ausprobieren verwenden. Sie sind technisch einwandfrei und wordpress.org sorgt regelmäßig für Updates. Da die Themes kostenlos sind, sind sie sehr populär und werden vielfach verwendet. Man sieht sie also häufiger auf Websites im Einsatz. Diese WordPress-Themes bringen auch nicht sooo viel Funktionalität mit. Wenn du professionell mit deiner Website durchstarten willst empfehle ich dir ein anderes Theme (dazu weiter unten mehr).

Kostenloses oder kostenpflichtiges WordPress-Theme?

Es gibt unendlich viele kostenlose WordPress-Themes, die echt Stil haben und gut aussehen. Du kannst auf sie ganz einfach innerhalb deiner WordPress-Installation zugreifen, indem du auf Design > Themes > Installieren klickst. Hier kannst du aus einer Vielzahl von Themes auswählen.

Du fragst dich jetzt bestimmt wozu du dann noch ein kostenpflichtiges Theme kaufen solltest oder?

Da helfe ich dir gerne weiter: Die kostenlosen WordPress-Themes kommen meistens ohne Updates. D.h. Sie werden nicht auf die neuste WordPress-Version (denn WordPress wird ja kontinuierlich weiterentwickelt, wie ich hier schon beschrieben habe) angepasst. Und das kann langfristig zu Problemen führen, da Sicherheitslücken auftreten können. Außerdem hast du mit einem kostenlosen Theme nur eingeschränkte Möglichkeiten für die Gestaltung deiner Website, da diese Themes recht einfach gehalten sind und wenig Funktionen mitbringen.

Meistens kannst du bei kostenlosen WordPress-Themes nicht auf einen Support züruckgreifen, wenn du Fragen hast oder mal was schief geht. Der meiner Meinung nach einzige Vorteil: Sie sind kostenlos.

Die kostenpflichtigen WordPress-Themes werden regelmäßig mit Updates versehen und du hast meistens ein Jahr Support inklusive, wenn du ein Theme kaufst. Diese WordPress-Themes sind viel flexibler und du kannst mehr Einfluss auf die Gestaltung nehmen als bei den meisten kostenlosen. Besonders praktisch zu handhaben sind jene Themes mit einem Page Builder, denn dort kannst du per Liveansicht direkt in deiner Website etwas ändern. Du siehst also sofort, wie deine Website sich verändert. Das ist bei den Themes ohne Pagebuilder nicht der Fall.

Wo bekomme ich ein kostenpflichtiges WordPress-Theme her?

Es gibt wie du dir sicherlich vorstellen kannst hier ebenso viele Möglichkeiten wie bei den kostenlosen WordPress-Themes. Ich möchte dir kurz zwei Websites nennen, bei denen ich bereits Themes erworben habe.

Auf der Website themeforrest findest du über 11.000 verschiedene kostenpflichtige WordPress-Themes – krass oder? Um es etwas übersichtlichter zu gestalten hat themeforrest die Themes schon verschiedenen Kategorien zugeordnet. Du findest dort Themes in allen Preisklassen.

Das Team von elegantthemes hat über 80 WordPress-Themes im Programm, auf eines davon gehe ich weiter unten noch näher ein.

Was muss ich beim Kauf eines WordPress-Themes beachten?

Sieh dir als erstes immer eine Live-Demo deines Themes an. So kannst du von Anfang an sicherstellen, ob dir das Design auch wirklich gefällt. Und dann beachte folgende Punkte:

  • Dein WordPress-Theme muss natürlich responsive sein, d.h. es muss sich auf verschiedenen Ausgabeformate anpassen. Das ist mittlerweile bei den meisten Themes der Fall, aber es gibt immer noch Ausnahmen.
  • Es sollte die Funktionen mitbringen, die du benötigst. Wenn du z.B. später einen Onlineshop planst, dann muss das Theme für woocommerce (das ist das Plugin für einen Onlineshop in WordPress) geeignet sein.
  • Achte darauf, wann das Theme zum letzten Mal upgedatet wurde. Je kürzer das her ist, desto besser. Schau auch nach, ob ein Support inklusive ist, der dir später bei eventuellen Fragen behilflich sein kann.
  • Auch die schon erzielten „Sales“ sprechen für ein Theme sowie die abgegebenen Bewertungen von Käufern, die mit dem Theme arbeiten.
  • Eine gute Dokumentation spricht auch für die Entwickler des Themes – das ist eine Anleitung für die Handhabung deines WordPress-Themes

Was dich sicher am meisten interessiert: Wie teuer ist das ganze eigentlich? Für ein „vernünftiges“ Theme solltest du zwischen 50 und 90 $ einplanen. Denn dann hast du ein Theme bei dem du recht viel selber beeinflussen kannst.

Vorgefertigte WordPress-Themes versus Individuelle WordPress-Themes

Was du noch wissen solltest: Es gibt auch die Möglichkeit dir ein eigenes WordPress-Theme von einem Webdesigner programmieren zu lassen. Das hat den Vorteil, dass es dann komplett auf deine Bedürfnisse angepasst ist und nur du es verwendest. Das Design ist also einmalig. Natürlich ist das mit höhren Kosten verbunden als ein fertiges Theme, dass du von einer der oben genannten Websites erwirbst. Dieses Vorgehen würde ich für größere Unternehmen empfehlen, nicht aber für KMUs oder Einzelunternehmer, denn schon durch die Nutzung eines Themes mit Pagebuilder bist du superflexibel und kannst ebenso ein einmaliges Webdesign erreichen wie mit einer individuellen Programmierung.

Meine Empfehlung für Anfänger: das WordPress-Theme Divi

Ich hatte schon einmal den Vorteil eines Page Builders genannt – nämlich, dass du deine Website in der Liveansicht am Bildschirm aufbauen kannst. So siehst du sofort, wie die Seite, die du erstellst, später aussehen wird. Dieses Vorgehen nennt sich „Frontend Editing“. Es ist gerade für Anfänger sehr hilfreich. So einen Page Builder hat auch das WordPress-Theme, das ich dir empfehle: Divi. Das Divi-Theme kommt mit einem eigenen Page Builder, dem Divi Builer. Es ist einfach zu handhaben und du kannst dir mit diesem Builder deine Website so aufbauen, wie du es möchtest. Das tolle: Du kannst bei Divi auf schon vorgefertigte Website-Vorlagen (Templates) zurückgreifen, die du dann einfach nur anpassen musst. Oder du startest ganz von vorne und gestaltest dein Layout so, wie du es benötigst.

Die Handhabung des Divi Builder ist zwar recht einfach, plane aber trotzdem etwas Einarbeitungszeit dafür ein, denn Divi bringt sehr viele Funktionen mit sich. Hier kannst du den Divi-Builder live ausprobieren!

Hast du Fragen zum Thema WordPress-Theme? Ab damit in die Kommentare!